Rezension: „Die Weiße Rose“ – Miriam Gebhardt

Jeder kennt wahrscheinlich die Widerstandsbewegung „weiße Rose“, auch ich kannte sie aus diversen Geschichtsstunden und ich fand diese Studentenbewegung immer schon interessant. Dennoch kam ich nie dazu ein Buch, bzw. das Buch (von Inge Scholl) zu lesen. Nun kam diese neue Veröffentlichung von Miriam Gebhardt und sie sollte anders als die ganzen anderen Werke über dieses Netzwerk sein und dies interessierte mich. Ich entschloss mich deswegen mit dieser Lektüre in die Geschichte einzutauchen. Freundlicherweise wurde sie mir auch vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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  • Titel: Die weiße Rose – Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurden
  • Autor: Miriam Gebhardt
  • Veröffentlichung: 03.04.2017
  • Seitenanzahl: 368
  • Preis: 19,99€ (gebunden)
  • Verlag: DVA Sachbuch

 


Inhalt: Wie der Titel schon sagt geht es in dem Buch um die weiße Rose, die Verbindung, welche sich gegen das NS-Regime auflehnte und Widerstand leistete. Inhaltlich möchte das Buch aber eine andere Richtung als die meisten anderen Sachbücher, über dieses Thema, einschlagen. Es werden die 6 Hauptpersonen in kurzen Biografien erläutert und es wird auf die Beweggründe jedes einzelnen eingegangen. Dies sieht man auch schon am Untertitel, welche sich mit der Frage befasst warum aus genau diesen Personen Widerstandskämpfer wurden.

Aufbau: Das Buch ist in 3 große Kapitel unterteilt. Zu Beginn werden, wie schon erwähnt die 6 größten Widerstandskämpfer (Hans Scholl; Sophie Scholl; Alexander Schmorell; Christoph Probst; Willi Graf; Kurt Huber) der weißen Rose kurz porträtiert und ihre Beweggründe aufgezeigt. Im 2ten Kapitel wird nochmal auf die Gründe der einzelnen aber auch auf den Zusammenhang eingegangen. Im finalen Teil beschäftigt sich die Autorin mit der Verfolgung der Festnahme und den Folgen (Verhandlungen), hierbei beschäftigt sich ein Unterkapitel mit dem fortleben dieser Widerstandsbewegung. Was noch zu betonen ist, das die Autorin in ihrem Schluss auch den kleineren Kämpfern eine Bühne gibt und auf einige eingeht.

Meinung zum Buch: In der Einleitung verrät die Autorin schon, dass ihr Buch anders werden soll, sie geht dabei auch direkt auf andere Werke ein. Mit der Zeit wurde eben ein regelrechter Kult um die Mitglieder erschaffen, wobei besonders auf die Geschwister Scholl eingegangen wurde und die andern Mitglieder einfach untergingen. Außerdem wurden die Beweggründe teilweise auf die eigene Aussageabsicht zu gemünzt, dass zum Beispiel in manchen Auslegungen die Personen aus religiösen Gründen gehandelt haben sollen und deshalb in eine Art Märtyrer-Position gehoben werden.

Man erkennt im gesamten Buch, dass sie aus einer objektiven Sichtweise schreiben möchte und nicht für einen Personenkult um einzelne Personen ist. Die Gruppe gehört als Einheit zusammen und so soll sie auch verstanden werden, alle haben ihren Beitrag dazu geleistet. Besonders interessant fand ich die Einzelnen Profile besonders von Kurt Huber und auch die Folgenden Handlungen der Angehörigen. In mir wurde großes Interesse geweckt andere Bücher zur weißen Rose zu lesen und ich werde sie vielleicht aber auch mit andern Augen sehen. Ich bin wirklich begeistert von der Arbeit der Autorin und dieses wirklich interessante Stückchen Zeitgeschichte wurde interessant und ehrlich erläutert.

Alles in allem ein wunderbares Sachbuch, welches ich wirklich nur empfehlen kann. Die Beweggründe jeder der einzelnen Personen werden erläutert und interpretiert. Lesenswert!

Lg Raphael

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