Rezension: „Roofer“ – Jutta Wilke

Letztens sah ich bei Galileo einen Bericht über eine aktuelle „Extremsport“ welche zunehmend an Beliebtheit gewinnt, diese heißt Roofing. Bei dieser Freizeitaktivität begeben sich viele Jugendliche (vor allem in Russland) in große Gefahr, indem sie die verschiedensten Häuser und Baustellen besteigen und möglichst hoch hinauswollen. Dies passiert alles Illegal und auch ohne Sicherung. Nun entdeckte ich das Buch „Roofer“, welches mir freundlicherweise vorab vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde und wollte es unbedingt Testlesen, da ich auch mal wieder Lust auf ein Jugendbuch ohne Fantasy hatte.Roofer_cover

  • Titel: Roofer
  • Autor: Jutta Wilke
  • Veröffentlichung: 01.06.2017
  • Seitenanzahl: 256
  • Preis: 14,95€ (gebunden)
  • Verlag: coppenrath

Hier also nun meine Rezension zu „Roofer“:

Inhalt: Mit diesem Aktion, auf Häuser zu klettern, beschäftigt sich auch das Buch „Roofer“ von Alice. Das Mädchen Alice kommt über ihre Freundin zu einer Gruppe von Leuten, welche Häuser in Frankfurt besteigen. Hierrüber lernt sie auch den obdachlosen Jungen Nikolas kennen und es stellen sich bald Fragen wie, wie weit man für Liebe gehen muss? Während der Geschichte kommen die verschiedensten Probleme für die Jugendlichen auf.

Meinung zum Inhalt: Wie schon am Anfang betont fand ich die Grundidee sehr spannend und die Passagen, in denen auf Häuser geklettert wurde empfand ich als sehr spannend. Auch die verschiedenen Personen waren gut herausgearbeitet und bei Alice merkte man eine starke Charakterentwicklung. Bei Nikolas blieb dies etwas zurück und ich fragte mich lange Zeit warum überhaupt jedes zweite Kapitel aus seiner Sicht erzählt wurde. Die Nebencharaktere gingen alle etwas unter. Allerdings fand ich die grobe Handlung und wie verschiedene Stränge zusammengeführt wurden sehr gut umgesetzt, die Geschichte war nicht so komplex konnte mich aber echt unterhalten. Ein großes Problem hatte ich aber mit den vielen Problemen die aufgegriffen wurden (Ehebruch; Obdachlosigkeit; Selbstverletzung; Liebeskummer; uvm.). Normalerweise machen solche Punkte eine Geschichte mehrschichtiger aber in diesem Buch wurden einfach so gut wie alle Klischees, die ein jugendlicher in diesem Alter erlebt verbunden. Dies ist auch nicht so schlimm, würden sie etwas zur Handlung beitragen, allerdings wurden manche Probleme auf zwei Seiten angeschnitten und dann nie wieder erwähnt.

Meinung zum Schreibstil: Das Buch ist in einem wirklich flüssigen Schreibstil und das Buch lässt sich echt schnell weg lesen (ich habe es parallel mit einer Freundin an einem Abend beendet). Allerdings war die Sprache für meinen Geschmack sehr jugendlich und driftete teilweise ein wenig in den Slang ab, man konnte aber damit leben, da es ja auch ein Jugendbuch ist.

Fazit: Es ist ein schönes Jugendbuch, allerdings stören die vielen klischeehaften Probleme der Jugendlichen den Lesefluss.

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