Rezension: „Die Frau des Zoodirektors“ – Diane Ackerman

In letzter Zeit hatte ich großes Interesse an Sachbüchern, die sich mit der Zeit des Dritten Reiches und im Besonderen auch mit gewissen Widerstandsbewegungen beschäftigen. Bei meiner Suche fand ich „Die Frau des Zoodirektors“ von Diane Ackermann, welches sich mit einer sehr interessanten Thematik beschäftigt. Auch hier handelt es sich um einen Widerstand der gegen die Willkür der Nazis geleistet wurde.

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  • Titel: Die Frau des Zoodirektors
  • Autor: Diane Ackerman
  • Genre: Sachbuch (Biografie)
  • Veröffentlichung: 31.10.2016
  • Seitenanzahl: 384
  • Preis: 19,99€ (gebunden)
  • Verlag: Heyne Encore

 

 


 

Hier folgt nun meine Rezension und der Inhalt:

Inhalt: In dem Buch geht es um die Familie Żabińskis, dass Zoobesitzer des Tiergartens in Warschau. Beide betreiben mit viel Liebe und Hingabe den Zoo auf dessen Gelände sie auch Wohnen. Besonders Antonia, sie ist eben die Frau des Zoodirektors, steht hier im Mittelpunkt und auch ihre Fähigkeiten sich an wirklich jedes Tier anzupassen. Die Geschichte schreitet voran und so beginnt der Krieg und während des Kriegs braucht man keinen Tierpark mehr und die Tiere werden abtransportiert. In Warschau entsteht ein großes Getto und alle Juden werden umgesiedelt und deportiert. Die Żabińskis wollen dies nicht mit ansehen und beschäftigen sich auch im Untergrund um den Juden zu helfen. Besondere Hilfe leisten sie aber dadurch, dass sie in den nun leerstehenden Tiergehegen Juden Schutz bieten und als Zwischenstation zu einem neuen Leben unter einer neuen Identität dienen.

Meine Meinung: Zunächst als „Warnung“ das Buch ist wirklich ein Sachbuch und man darf nicht mit den Erwartungen eines Romans herangehen. Dennoch wird die komplette Geschichte wirklich sehr bildlich beschrieben und man leidet mit. Teilweise war es so extrem das ich das Buch zur Seite legen musste, da das gelesene sehr schwer zu verdauen war. Neben den Biographischen Anteilen kamen aber auch andere Themen nicht zu kurz. Viele Zoologische Fakten und Berichte bereicherten die Ausführungen. Sei es über die Zustände vor dem Krieg oder auch die Rückzüchtungsversuche der Nazis, dies kreierte eine besonders interessante Atmosphäre welche verdeutlichte, dass diese Aktion in einem Zoo stattfand. Aber auch Architektur und Kunst fand Erwähnung im Leben des Zoos besonders die einwürfe über den Bauhausstil des Wohnhauses der Familie fand ich interessant, da ich über diesen Architekturstil auch meine Abiturprüfung abhielt. Weitere erwähnte Punkte waren natürlich die Geschichte des Krieges. Man erfuhr hier eine völlig andere Sicht auf die Ereignisse nämlich die Position aus der Sicht Polens. Diese Sichtweise kannte ich noch nicht aus vielen Büchern und besonders auch dieses Merkmal machte die Geschichte für mich sehr besonders. Natürlich ging es in dem Buch auch um Religion und die Situation der Juden in den Gettos auch hier war man sehr nahe dran und man fühlte sich wirklich als wäre man in der Geschichte.

Fazit: Alles in allem ein toller biographischer Bericht. Die Nähe lässt einen wirklich mit den Charakteren mitfühlen und man wird von dem Sachbuch sicher bewegt.

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